Das (Un)wetterjahr 2015

11. Hochwassersituation Anfang Dezember:

 

Sturmtief Nils und die nachfolgenden Tage brachten vorallem im Norden Oberfrankens ergiebige Niederschläge, die teils neue Hochwasserrekordmarken brachte. Folgende Flüsse führten Hochwasser:

 

Höchste Meldestufe 4:

Steinach (Fürth am Berg LK CO)

Meldestufe 3:

Arzberg (Röslau, LK WUN)

Rodach (Unterlangenstadt, LK LIF)

Meldestufe 2:

Haßlach (Neukenroth, LK KC)

Rodach (Erlabrück, LK KC)

Kronach (Steinberg, LK KC)

Warme Steinach (Untersteinach, LK KU)

Untere Steinach (Untersteinach, LK KU)

Weißer Main (Ködnitz, LK KU)

Itz (Schenkenau, LK CO)

 

Im Landkreis Kronach brach ein Damm, der einige Häuser überflutete. In den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Kulmbach, und Kronach mussten einige Straßen ebenfalls wegen Überflutung gesperrt werden.

 

 

10. Sturmtief "Nils":

 

Das Sturmtief hinterließ einige Schäden in den höheren Regionen Oberfrankens. In Schönwald (LK WUN) wurde eine Marktbude auf die Fahrbahn geweht, im Fichtelgebirge fielen einige Bäume, schließlich blockierte ein umgestürzter Baum die A 9 bei Helmbrechts. Die Maximalböe wurde am 30.11. in Wunsiedel mit 94 km/h gemessen.

 

 

9. Hitzewellen + Dürre  Juli/August :

 

Die erste Juliwoche war von einer außergewöhnlichen Hitzewelle gekennzeichnet. Es wurde auch in Kitzingen ein absolutes neues Tmax für ganz Deutschland erreicht, einige Stationen erreichten neue Temperaturrekorde. In Möhrendorf-Kleinseebach/Mittelfranken wurde der Temperaturrekord von 39,3 °C aus dem Jahr 1953 erreicht, 8 Tage in Folge waren über 30 °C, 3 Tage davon sogar über 37 °C.

...

Ab Sonntag, dem 8. August wurden aufgrund der Dürre in einigen Orten in Mittel- und Oberfranken das Gartengiessen und Autowaschen untersagt. Betroffen war der Bereich um Poxdorf, Kersbach (LK Forchheim), sowie Teile von Baiersdorf (LK ERH). Aufgehoben wurde das Verbot erst wieder am 18. August, nachdem ein Landregen für Entspannung der Grundwassersituation sorgte.

 

 

8. LMG 22. Juli :

 

Eine Luftmassengrenze (LMG) trennte Südostdeutschland mit Temperaturen bis fast 39 °C vom Nordosten. An dieser Grenze bildeten sich ab dem Nachmittag schwere Gewitter im LK Ansbach, die sich dann über Fürth, Erlangen und Bamberg nach Nordosten ausbreiteten. Der Schwerpunkt lag im Landkreis und Stadt Bamberg (Strullendorf, Pettstadt), sowie der LK LIF (Unter-, Oberbrunn), wo ein Downburst für Schäden sorgte. Im ganzen Landkreis gab es 100 Feuerwehreinsätze durch umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller. Als Spitzenböe wurde in Bamberg 91 km/h gemessen.

7. Unwetterfront am 7.7.2015:

 

Diese Unwetterfront in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch war extrem Blitzreich. Am späten Nachmittag wurde zuerst das nördliche Franken von vorlaufenden Zellen getroffen. Abends und in der Nacht zog schließlich das Gewittersystem von Südwest über ganz Franken, die angekündigten schweren großflächigen Böen blieben zum Glück jedoch aus. Dennoch wurden in Nürnberg 124 km/h und in Selb 117 km/h gemessen. In Selb und Wunsiedel gab es durch Gewitterfallwinde auch einige Schäden an Gebäuden und Bäumen, insgesamt wurden dort 100 Feuerwehreinsätze gemeldet. Bei Selb liegt ein Tornadoverdacht vor, in Thiersheim und Höchstädt nähe Wunsiedel gab es Hagel in Tischtennisballgrösse.

 

Schäden durch Windböen gab es auch in Coburg, Lichtenfels und Nürnberg. In Gunzenhausen/Mittelfranken musste ein Zeltlager evakuiert werden, insgesamt gab es in diesem Regierungsbezirk 25 Einsätze meist durch umgefallene Bäume.

6. Unwetter an der Kaltfront vom 5. auf 6. Juli:

 

Nach der Hitzwelle, die auch einige Rekorde gebrochen hat, kam Sonntag Nacht eine Kaltfront aus Nordwest. In dieses Gewittersystem waren starke Zellen eingelagert, die mit schweren Sturmböen und Hagel einher kamen. Betroffen war hauptsächlich der Norden von Franken, namentlich Haßfurt, Coburg, Bamberg und Kronach. In Haßfurt soll nach Aussage der hießigen Feuerwehr ein Tornado für die Schäden verantwortlich sein, in Coburg wurden einige Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Andere Regionen um Bamberg, Kronach, Hof und Bayreuth wurden nur durch den Starkregen getroffen.

5. Blitzintensive Gewitter am Samstag den 27. Juni:

 

Am diesem Samstagabend verursachte eine Kaltfront eine äußerst aktive Blitzintensive Gewitterlinie. Der heftigste Bereich war zwischen Bamberg und Erlangen, sowie in Nürnberg. Es gab kräftigen Hagel bis 1,5 cm Korngröße, Überflutungen gab es nicht. Zum Zeitpunkt der höchsten Aktivität wurden zwischen Bamberg und Forchheim in einer halben Stunde über 2100 Blitze gemessen.

4. Kaltfront in der Nacht vom 6. Juni auf 7. Juni:

 

Nach einer Rekordhitze in ganz Franken von bis zu 34°C zog in der Nacht auf den Sonntag ein blitzintensiver MCS von Süden über die Region. In Adlitz/ LK Forchheim verursachte Blitzschlag einen Brand, einige Gemeinden wurden von Starkregen in Höhe bis zu 50 mm/h betroffen. Unter anderem in Buchschwabach/ LK Fürth

3. Kaltfront am Dienstagabend, 12. Mai 2015:

 

Die Hitze von bis zu 30° wurde an diesem Abend von einer Kaltfront verdrängt. Einige Vorhersagemodelle hatten auf eine Squalline schließen lassen, welche sich jedoch nicht entwickeln konnte. Beginnend von Nordwest- Oberfranken zogen starke Einzelzellen in Östliche Richtung, diese aber nur geringe Schäden hinterließ. Einzig im Coburger Landkreis wurden einige Bäume entwurzelt, im östl. LK Bamberg wurden zwei Straßen mit Schlamm überflutet, außerdem gab es teilweise Hagel bis 1 cm.

2. Orkantief "Niklas" am 30./31. März 2015:

 

Vergleichsweise geringe Schäden hinterließ der Orkan "Niklas" in Mittelfranken.

Einzelne Bäume stürzten im LK Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen um, 48 Feuerwehreinsätze waren in der Stadt zu bewältigen.

 

In Oberfranken waren vorallem die höhergelegenen Gebiete in den LK Coburg, Kronach, Kulmbach, Hof und Bayreuth betroffen. Im Großraum Bayreuth/Kulmbach wurden  33 Feuerwehreinsätze gemeldet. In Guttenberg, Stadtsteinach und Marktleugast gab es einen Stromausfall, bei dem ca 2000 Haushalte betroffen waren.

 

Am schlimmsten betroffen war Selb und Marktredwitz im LK Hof/Wunsiedel durch umgestürzte Bäume und einer abgedeckten Fabrikhalle. In den LK waren 59 Feuerwehreinsätze zu bewältigen, dort waren die Windgeschwindigkeiten mit bis zu 119 km/h in den Hochlagen auch am höchsten. 

1. Sturmtief "Felix" am Samstag, 10. Januar 2015