2013

Schwergewitterlage 20.6.2013

 

Diese Schwergewitterlage ergab sich aus dem Eintreffen einer Kaltfront aus West auf die bestehende Tropikluft, die noch in Oberfranken verweilte. In Bayreuth wurden am Nachmittag des 20. Juni nochmal knapp an die 35 Grad gemessen, in der Nacht wurde dann mit Eintreffen der Kaltfront aus Frankreich mit einer Squallline gerechnet. Die ganze Lage verlief dann doch etwas anders.

Entgegengesetzt der Prognosen bildeten sich nämlich in der tropisch heißen Luft schon schwere Gewitter über dem östlichen Oberfranken. Das Zentrum lag wesentlich bei Bayreuth und Hof, wo sich fast an den selben Stellen die Gewitterzellen jeweils ständig erneuerten. Laut Quellen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern fielen in Heinersreuth 55 Liter auf den Quadratmeter, in Pegnitz gar über 65 Liter. Über Heinersreuth/ Bayreuth zogen im Laufe des Tages mindestens 5 Zellen. Die Stärkste davon war gleich die Erste Zelle, die auch von der UWZ mit der höchsten Warnstufe bewarnt wurde. Neben Orkanböen und dem Starkregen, gab es auch Hagel bis zu 3 cm Korngrösse.

Bilder oben: Infolge der Sturzflut sammelte sich das Wasser auf den Straßen, Bäche wurden zu Flüssen, die B 85 musste zwischen Bayreuth und Heinersreuth gesperrt werden

Unwetterchronik 2013

 

 

März 2013

Der Winter hielt sich bis weit in den März, vom 11. März bis Ende des Monats lag die Temperatur Tagsüber oft nur über dem Nullpunkt. Am 14. März sank die Temperatur Nachts in Bayreuth und Hof  bis auf  -18°C,  in Bamberg auf  -17°C

 

7. Mai 2013

Einzelne Gewitterzellen verursachen vor allem in Naila/ LK Hof und Weidhausen/ LK Coburg Schäden durch Starkregen. In Naila fielen über 60 mm Regen pro Stunde, zahlreiche Straßen und Keller wurden überschwemmt. Besonders betroffen war auch das Klinikum, in das Sturzbäche mit Geröll eindrangen. Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

In Weidhausen standen Straßen 1 Meter unter Wasser, dabei wurden zahlreiche Keller überflutet. Betroffen von Überflutungen war auch der Südliche Landkreis Bayreuth und einige Gemeinden im LK Kulmbach.

 

 

20. Mai 2013

Ein Multizellensystem zieht mit geringer Geschwindigkeit über den Landkreis Bamberg, Lichtenfels und Forchheim. Der Folgende Starkregen lässt Keller und Straßen überschwemmen. Der Verkehr auf dem Autobahnkreuz Bamberg kam infolge des Hagels zum Stillstand, in Redwitz an der Rodach stürzte ein Stützmauer ein, viele Keller liefen voll.

 

Ende Mai/Anfang Juni 2013

Die Hochwasserkatastrophe die unter anderem in Bayern und Sachsen so gewütet hat, traf auch in kleinerem Ausmaß Oberfranken. Bedingt durch den nassen Mai waren die Böden schon gut gesättigt, in der Woche vom 26.5. bis 1. 6. fielen in Oberfranken örtlich nochmal weit über 100mm Liter Regen.

Am meisten von Hochwasser betroffen waren der Weiße und Rote Main (hier Bad Berneck, Lanzendorf, Himmelkron, Neuenreuth, Kulmbach, Buttenheim, Hirschaid), die Saale (hier Weißdorf),  sowie viele kleinere Bäche (hier bei Ebensfeld), die plötzlich starkes Hochwasser führten. 7

 

8. Juni 2013

Am Samstagmittag sind in Oberfranken zahlreiche Gewitterzellen unterwegs, die kaum von der Stelle ziehen. Eine dieser quasistationären Gewitterzelle befand sich südlich von Coburg, auf Höhe Niederfüllbach/Creidlitz. Dort fielen in 45 Minuten rund 70 Liter Regen und Hagel. Viele Keller und Straßen standen unter Wasser, unter anderem die Bundesstraße 4 in Coburg.

Von Gewitterzellen war außerdem Kronach, Neuses und Burgkunstadt. Hier drang ebenfalls Wasser in zahlreiche Keller ein, jedoch waren die Orte nicht so schlimm betroffen wie Coburg.

 

 

9. Juni 2013

Nur einen Tag später, am Sonntagmittag zog eine Gewitterfront aus Süd über Oberfranken. Die Schwerpunkte bildeten der südliche Landkreis Bayreuth und der  Großraum Lichtenfels s, sowie Marktredwitz. In Lichtenfels, Ebensfeld, Bad Staffelstein ging ein einstündiger Starkregen nieder, der Keller und Straßen unter Wasser setzte. Im Raum Bayreuth stürzten in Altenplos und Weidenberg Bäume um, in Pegnitz und Gefrees gab es Überflutungen. Ebenfalls überschwemmt wurden Teile von Marktredwitz, Rehau, Schwarzenbach a. d. Saale und Regnitzlosau.

 

10. Juni 2013

Den Abschluss der Unwetterserie in Folge stellte der Montag dar. Ein Erneuter Sturzregen kam im östlichen Landkreise Bayreuth, in Lessau, Glotzdorf, Ützdorf, Hartmannsreuth, sowie um Weidenberg herunter. Einige Bauernhöfe standen unter Wasser und mussten mit Sandsäcken geschützt werden. Dabei waren 20 Feuerwehren mit rund 250 Mann im Einsatz.

 

 

20. Juni 2013

An diesem sehr schwülen Donnerstag bildeten sich zuerst nachmittags im östlichen Oberfranken schwere Unwetter, die auch mit höchster Warnstufe bewarnt wurden. Betroffen waren im LK Hof: Münchberg, Zell, Konradsreuth, Oberkotzau und Hof, im LK Kronach: Küps und Unterrodach, LK Kulmbach: Ködnitz, Trebgast, Himmelkron, Stadtsteinach, im LK Bayreuth: Stadt Bayreuth, Heinersreuth und Bindlach. Infolge der Sturzfluten standen viele Keller und  Straßen teilweise 1 m unter Wasser. Die B 22 musste zwischen Bayreuth und Heinersreuth aufgrund von Schlammlawinen, die von den Feldern strömten, gesperrt werden. Niederschlag in Heinersreuth-Vollhof: 55,9 Liter

Am späten Abend zog nochmal ein Gewitterkomplex aus Südwest über Oberfranken. Schadensschwerpunkte bildeten hier Pegnitz, Schnabelwaid und der Raum Kulmbach.

Vom 20. Juni 15:30 Uhr bis 21. Juni 2:30 Uhr wurden im Stadt und Landkreis Bayreuth sowie Kulmbach ca. 205 Einsätze bewältigt. Davon allein  in der Stadt Bayreuth 35, im Landkreis 70 und im Landkreis Kulmbach 100 Einsätze.

 

 

6. August 2013

Dieser Dienstagabend verlief anders als auf Basis der Wetterkarten vermutet wurde, noch recht glimpflich. Aus Südwest zog eine Gewitterfront heran, die schwere Orkanböen verursachte. Im Raum Coburg wurden Böen über 101 km/h gemessen, viele Bäume stürzten um. Betroffen war außerdem Zapfendorf im Landkreis Lichtenfels, dort musste die Bahnstrecke wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Wenige Bäume stürzten im Landkreis Bamberg und Bayreuth um. Glücklicherweise gab es keinen Hagel und wenig Regen.

2012

Hagelunwetter bei Bayreuth am 30.6.2012 mit Körnern in Golfballgrösse.

 

Betroffen waren hauptsächlich Altenplos, Heinersreuth, Eckersdorf und westliche Stadtteile von Bayreuth.

oben: verhageltes Maisfeld bei Eckersdorf

Radarloop

Unwetterchronik 2012

 

 

Januar/Februar 2012

Oberfranken 

Kältewelle 

Die Kältewelle forderte Europaweit mindestens 500 Todesopfer, in ganz Oberfranken gab es zahlreiche Rohrbrüche aufgrund der Kälte, Schulen mußten geschlossen werden. An der Uni-Wetterstation Bayreuth war vom 26.1. bis zum 14.2. die Temperatur immer knapp unter 0 Grad. An sechs Tagen lag die Tiefsttemperatur unter -20 °C, am 12. Februar war es mit knapp -24 °C am kältesten. An 12 Tagen war es sowohl Nachts und auch Tagsüber immer unter -5 °C. 

Quelle: Presseberichte, Wetterstation der Uni Bayreuth 

 

 

5. Januar 2012

Oberfranken 

Orkan 

Sturmtief Andrea zieht ab Mitternacht bis Donnerstagnachmittag über Oberfranken. Die starken Orkanböen mit starkem Regen, der in höheren Lagen in Schnee überging, verursachte zahlreiche Unfälle und umgestürzte Bäume. Bei Wunsiedel kam eine Autofahrerin bei einem Autounfall ums Leben, 13 Menschen wurden Oberfrankenweit zum Teil schwer verletzt. Insgesamt war die Polizei wurde die Polizei zu 81 Einsätzen gerufen.

Quelle: Presseberichte 

 

 

2. Mai 2012

LK Coburg: Mirsdorf 

Hagelunwetter mit Körnern in Mandarinengröße 

Am Mittwochabend zogen einige starke Multizellen durch das Coburger Land, bei Mirsdorf/ Gemeinde Meeder fielen Hagelkörner in der Größe von Mandarinen. Schäden gab es vor allem an Autos und verhagelten Getreidefeldern. Der starke Niederschlag von 35mm/h verursachte vollgelaufene Keller und Erdausschwemmungen. 

Quelle: Presseberichte 

 

 

20. Juni 2012

LK Coburg: Neustadt, Dörfles 

Starkregen 

Der nördliche Landkreis Coburg und das angrenzende Thüringer Land wurde am Mittwochabend von starken Regenfällen heimgesucht. In Neustadt/Wildenheid betrug der Niederschlag 45mm/h, unter anderem standen in Dörfles-Esbach standen Straßen und Keller unter Wasser. 

Quelle: Presseberichte 

 

 

30. Juni 2012

LK Bayreuth: Bayreuth, Heinersreuth, Altenplos, Eckersdorf 

Hagelunwetter mit Körnern in Golfballgröße 

Vorlaufend der Kaltfront am Samstagabend zog schon am späten Nachmittag eine starke Hagelzelle im Maintal von Kulmbach Richtung Bayreuth. In den westlichen Stadtteilen Bayreuths, Eckersdorf, Heinersreuth und Altenplos fielen Hagelkörner in Golfballgröße, die viele Autodächer, Dächer und Maisfelder beschädigten.

Quelle: Presseberichte 

 

 

30. Juni 2012

LK Bamberg, LK Forchheim, LK Bayreuth, LK Coburg, LK Lichtenfels, LK Kronach 

Unwetter mit Orkanböen und Starkregen 

Am späten Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag kam mit der Kaltfront schließlich ein MCS mit hoher Blitzfrequenz aus Richtung Südwest. Die Polizei zählte 450 Einsätze, zwei Leichtverletzte und zehn Unfälle. Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen und vollgelaufene Keller gab es in den Stadt- und Landkreisen Bayreuth, Bamberg, Lichtenfels, Kronach, Forchheim.

Quelle: Presseberichte 

 

 

5. Juli 2012

LK Kronach: Kronach, Ludwigstadt 

Starkregen

Eine Gewitterzelle verursachte am Donnerstag im Raum Kronach und Ludwigstadt durch starke Regenfälle zahlreiche vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen. Im nördlichen Frankenwald gab es leichte Murenabgänge.

Quelle: Presseberichte 

2011

Am 7.7. und 10.7. gab es teils schwere Gewitter in ganz Südbayern.

Auch Oberfranken wurde nicht verschont.

Folgende 4 Bilder entstanden am 7.7.2011 in Pegnitz.

Die beeindruckende 3-stöckige Shelf verursachte Orkanböen und Starkregen. Hagel blieb aus

Am 14.8. überquerte um ca. 18:00 Uhr MEZ eine Markante Kaltfront den Regierungsbezirk. Eine schöne Linie bildete sich über ganz Mitteldeutschland von Thüringen bis Mittelfranken. Die schön ausgeprägte Böenfront hatte kleinkörnigen Hagel, Starkregen und schwere Orkanböen im Gepäck.

Folgende Bilder entstanden bei Bayreuth

Unwetterchronik 2011:

 

5.6.2011

Schweres Unwetter mit Orkanböen und Hagelschlag im Landkreis Hof, vor allem in Münchberg. Zahlreiche Keller liefen voll, die Feuerwehr mußte wegen Blitzschlägen zu zwei Bränden ausrücken. Insgesamt waren 74 Einsätze für die Feuerwehr zu bewältigen.

 

22.6.2011

Unwetter mit Downburst in der Stadt Bamberg, das Umland war kaum betroffen. Die Orkanböen des Burst entwurzelten zahlreiche Bäume und rissen das Dach samt Photovoltaikanlage einer Maschinenhalle herunter. Die Feuerwehr war mit 100 Leuten an 70 Einsatzorten beschäftigt, die Schadenssumme dürfte die 1 Mio Euro übersteigen.

 

20.7.2011

Unwetter mit Sturzflut im Landkreis Forchheim. Starkregen mit über 100 Liter/qm über der Frankenalb verursachte eine verheerende Überschwemmung in Gosberg, Kirchehrenbach, Eggolsheim, Weilersbach, Igensdorf, Weingarts, Teile der Stadt Forchheim und der Autobahn 73. Die A73 war fast den ganzen Tag gesperrt, 48 Feuerwehren mit rund 400 Feuerwehrleuten, 3 Ortsverbände des THW mit rund 110 Leuten waren bei über 260 Stellen im Einsatz.

 

19.8.2011

Ein Gewitter mit Starkregen über 50 Liter/qm sorgte im Landkreis Bayreuth für Überschwemmungen. Betroffen war Speichersdorf und Kirchenlaibach, 35 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.

 

11.9.2011

Eine Squalline überquert Oberfranken am Sonntagabend von West nach Ost. In Forchheim wurde eine Frau vom Motorrad geweht und verletzte sich leicht,  in anderen Landkreisen gab es Blitzeinschläge in Wohnhäusern, überflutete Keller und umgestürzte Bäume.

 

17.9.2011

Die Landkreise Coburg, Lichtenfels, Kulmbach und Hof wurden in der Nacht zum Sonntag von einem Unwetter überquert. In der Stadt Coburg liefen Keller voll Wasser, bei  Neustadt b. C. mußten  Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden. Besonders betroffen waren Ebensfeld, wo fast die Hälfte aller Keller überflutet wurden, ebenfalls in wurden in Selb zahlreiche Keller überschwemmt.

2010

Unwetterchronik  2010

 

 

26. März 2010

Eine Kaltfront überquert Deutschland, in Öttingshausen/ LK Coburg werden einige Dächer durch Böen teilweise abgedeckt. Augenzeugen sprechen von einer "Windhose“

 

12. Mai 2010

Eine Gewitterfront überquerte das östliche Oberfranken

betroffen waren vorallem die Landkreise Bamberg und Forchheim, zahlreiche Keller liefen durch den Starkregen voll. Einige Brände brachen durch Blitzschlag aus, betroffen war auch der Landkreis Bayreuth.

 

27. Juli 2010

Heftige Gewitter mit Starkregen vorallem im Landkreis Coburg.

Im Bereich Neustadt b. Coburg und Rödental liefen zahlreiche Keller voll und Straßen wurden überflutet.

Am Froschgrundsee blockierte ein Erdrutsch die Staatsstraße Richtung Schalkau.

 

 

3.August 2010

Sinflutartige Regenfälle trafen den Kronacher Landkreis.

In der Stadt Kronach liefen zahlreiche Keller voll, in einigen Ladengeschäften stand das Wasser im Verkaufsraum. Einige Straßenzüge mussten durch die Feuerwehr mit Sandsäcken abgedämmt werden.

 

 

27. August 2010

Gewitter mit Sturzfluten trafen Oberfranken.

In Bamberg liefen schon in der Nacht Keller voll, Straßen wurden überflutet.

Am Tage war der Bereich Kulmbach, Fränkische Schweiz und Bayreuth betroffen. Straßen und Campingplätze wurden überschwemmt, die Feuerwehr mußte zahlreiche Keller auspumpen.